Was bedeutet
cannot locate module binfmt-XXXX
im SYSLOG (Systemprotokoll)?
Ganz einfach. Linux versucht, zu jeder ausführbaren Datei, anhand der Signatur dieser Datei ein Stück Code (halt Modul) zu finden, welches diese Datei 'ausführen' kann. Damit ist/war es u.a. möglich, dem Linux-System JAVA-Binaries direkt unterzujubeln, ohne gleich eine komplette Runtime-Umgebung in den Kernel mit einzukompilieren ;-)
Ein kleines Modul (binfmt-java, mittlerweile allerdings schon universeller binfmt-misc) sorgt dafür, daß der richtige Interpreter geladen wird. Für WINE (den Windows Emulator, der keiner sein will) gibt es ein Modul binfmt-mz, welches es erlaubt, EXE-Dateien von DOS/Windows direkt unter Linux aufzurufen (EXE-Dateien starten immer mit den Buchstaben MZ, da hat sich der Entwickler der EXE-Dateistruktur verewigt (Mark Zoyle hieß er IIRC).
So, zurück zu deinem Problem. Jetzt hast du allerdings aus Versehen z.B. eine GIF-Datei versucht auszuführen. Linux versucht anhand des Dateiheaders ein Modul zu finden, welches diese Datei als Binärdatei/Executable interpretieren kann, und protokolliert die Erfolglosigkeit der Suche im syslog.
Das ist schon alles. Heikel wird es, wenn Du wirklich eine ausführbare Datei aufrufen wolltest. Dann hast du höchstwahrscheinlich vergessen, im Kernel das passende Binärformat mit einzukompilieren (BINFMT_ELF ist zwingend, BINFMT_AOUT ist obsolet, aber evtl. noch gebraucht, BINFMT_MISC ist nützlich und stört nicht). Beispiele für unbekannte Binärformate wären etwa
modprobe: can't locate module binfmt-07b0 modprobe: can't locate module binfmt-beba
das war ein Solaris-Programm und ein Java-Programm. ;)