Seit einiger Zeit bin ich von Debian wieder zu SuSE als Distribution für meinen Heim-PC zurückgekehrt. Warum, das beschreibe ich hier:
http://www.jensbenecke.de/l-debian-suse.php.
Die Standardkonfiguration von SuSE ist ganz nett, aber es geht noch besser. :-) Folgende Einstellungen nehme ich bei SuSE Systemen normalerweise zusätzlich vor:
WICHTIG: Bei Paketinstallationen über YaST (von CD) wird natürlich nicht unbedingt die aktuellste Version des Paketes installiert. Man sollte also danach grundsätzlich kurz per Online-Update (auf der Konsole als root einfach online_update eingeben, oder im YaST rumklicken) gucken, ob da schon Updates vorhanden sind!
UTF-8 ist sehr schön, weil man damit nie wieder Umlautprobleme haben wird, aber solange ihn nur "alle ausser Windows" benutzen, nützt es nicht viel, vor allem wenn man bestehende Daten hat. Im YaST / System / Sprache auf Erweitert klicken und dort UTF-8 abschalten. Achtung: Wenn man das macht, dann kann es in vereinzelten Anwendungen - die UTF-8 erwarten - zu Problemen bei der Darstellung von Umlauten kommen. Meist kann man die Anwendungen dann entsprechend umstellen. Bei der Google-Suche vom Konqueror (gg: ...) ist in den Einstellungen von Konqueror unter "Web-Tastenkürzel" die Google-Suchadresse anzupassen und das "&...=UTF-8" aus dem Suchstring zu entfernen.
Wenn man SuSE 10 auf einem VIA RAID installiert und die Swap-Partition ebenfalls als RAID deklariert, dann gibt es beim Neustart nach der Installation eine Panik:
Loading raid1 md: raid1 personality registered as nr 3 Waiting for device /dev/md0 to appear: ok no record for 'md0' in database Attempting manual resume Kernel panic - not syncing: I/O error reading memory image
Lösung: Aus dem Boot-Eintrag in /boot/grub/menu.lst das resume=/dev/mdX entfernen (wobei X die RAID-Partition ist, die du als Swap angegeben hast). Dann kann SuSE zwar kein Suspend to Disk mehr, aber das ist bei Rechnern, die ein RAID haben, meist eh uninteressant (Server).
kann man ganz normal die RAID-Volumes per YaST bei der Installation erzeugen, aber damit das System auch von beiden Platten bootfähig ist (falls eine komplett aufgibt), muss der Grub (noch) manuell auf die zweite Platte kopiert werden. Das geht am einfachsten folgendermaßen:
# grub > find /boot/grub/stage1 hd(0,0) hd(1,0) > device (hd0) /dev/hda (hier die erste RAID-Platte angeben) > root (hd0,0) > setup (hd0) (hier erscheint die Ausgabe, dass Grub sich geschrieben hat) > device (hd0) /dev/hdc (hier die zweite RAID-Platte angeben) > root (hd0,0) > setup (hd0) (dito für die zweite Platte) > quit # shutdown -r now The system is going down for reboot NOW!
(aus
http://web.archive.org/web/20040329235257/http://www.tu-harburg.de/schiffbau/rzt/docs/raid.shtml, Abbildung Beispiel 5).
Mailman und Postfix sind schnell miteinander verheiratet. In /usr/share/doc/packages/mailman/README.SuSE stehen alle nötigen Schritte drin, bis auf einen, nämlich das Hinzufügen von MAILMAN an APACHE_SERVER_FLAGS in /etc/sysconfig/apache2 (sonst ist das Web-Interface von Mailman nicht unter
http://localhost/mailman/ zu erreichen). Nach diesem Eintrag noch SuSEconfig aufrufen.
Die Info mit MAILMAN hat bei 10.0 Einzug ins README gefunden.
Diese im YaST unter "Quellmedium wechseln" zusätzlich einbinden. Danach einfach ein System-Upgrade durchführen. Achtung: Meistens gibt es dabei einfach zu lösende Paketkonflikte (manchmal fehlt irgendeine Library, die man explizit auswählen muss). Wenn man sich die Konflikte ansieht, ist es meistens durch Zusatzauswahl von 1-2 Paketen getan.
Man sollte dieses System-Update nicht direkt nach einem Kernel-Update durchführen, weil ggf. "kernel-modules-nongpl" installiert werden will und das dann nicht zum laufenden Kernel passt. Nach einem Kernel-Update (hierbei wird man beim Update explizit drauf hingewiesen) sollte immer sobald wie möglich neu gestartet werden, bis zum Neustart funktionieren einige Dienste (Hardwareerkennung, Hotplugging, etc) nicht mehr!
(sind i.d.R. per YaST erreichbar, auf den Homepages braucht man nichts herunterzuladen):
Amarok (sehr gute MP3-Jukebox mit Cover-Download, intelligenten Wiedergabelisten usw)
ftp://ftp.gwdg.de/pub/linux/suse/apt/SuSE/9.2-i386/RPMS.kde
EasyTag - erlaubt einfaches Editieren und Vervollständigen der Zusatzinformationen zu Musikdateien, wie Komponist, Jahr, Genre, Album, usw. Amarok (und alle möglichen anderen Player) können diese Infos zum Sortieren und Suchen benutzen ("Ich möchte heute nur Jazz von vor 1980 hören!"). Das zahlt sich besonders bei großen Musiksammlungen aus.
MLdonkey und KMLdonkey (mldonkey und KPlayer gibs hier:
ftp://ftp.gwdg.de/pub/linux/suse/apt/SuSE/9.2-i386/RPMS.suser-scorot)
http://packman.links2linux.org/?action=122), oder irgendwo unter
ftp://ftp.gwdg.de/pub/linux/suse/apt/SuSE/9.2-i386/ (mal suchen) als RPM-Paket
http://sim-icq.sf.net) - der m.E. beste ICQ-Client für Linux (aber Kopete (
http://kopete.kde.org) holt schnell auf!).Beide können mit Hilfe des Paketes "w32codecs-all" und diverser anderen Libraries so ziemlich jedes Format abspielen, was es gibt - inklusive DivX, DVDs, usw. MPlayer hat noch einige Schmankerls, er kann z.B. direkt Videos aus ISO und CUE/BIN Dateien (CD-Images) abspielen und kann mit MEncoder auch umkodieren (allerdings bisher nur auf der Kommandozeile, d.h. ohne Oberfläche).
Empfehlung: Installation von w32codecs-all und libxine1 (und ggf libxine1-xvmc), und danach den mitgelieferten Kaffeine als Player für alles mögliche verwenden.
Transcode hat sich für so ziemlich alles bewährt. (
http://www.transcoding.org) Es gibt für Transcode einige Oberflächen, die ggf. eine Erwähnung wert sind. (Wichtig: Alle diese Pakete sind vorkonfiguriert über YaST installierbar, wenn man die obigen Adressen eingetragen hat! Die Homepages sind nur zur Referenz hier aufgeführt, dort braucht man nichts herunterzuladen!)
http://avidemux.berlios.de/) liest Videos (AVI/MPEG/..) ein und schreibt sie um. Es kann z.B. ein AVI in ein DVD-kompatibles MPEG-File umwandeln, welches sich dann mit dvdauthor in eine Video-DVD umwandeln läßt.
http://exit1.org/dvdrip/) dient dem Extrahieren von Videos aus DVDs und dem Umkodieren in dutzende andere Formate (z.B. Video-CD, MPEG4 oder DivX, etc.)
ScummVM erlaubt das Spielen von vielen alten Klassikern (Monkey Island, Loom, Zak ?McKracken, etc.) ohne Emulation innerhalb einer virtuellen Maschine. Mit Sound und allem Drum und dran :-) Man braucht bloss die alten Original-Spieldateien. Inzwischen existiert auch eine
deutsche ScummVM Seite mit Anleitungen zu den bekanntesten Spielen.