Die Linux-Verzeichnisbaumorganisation

Im Verzeichnis /etc gibt es eine Datei namens fstab (File System Table) in der definiert werden, welche Partitionen und Medien (standardmäßig) wo im Linux-Verzeichnisbaum eingehängt ('mounted') werden. Diese sieht normalerweise etwa so aus
/dev/hda1 / ext2 defaults 1 1 /dev/hda2 /usr ext2 defaults 1 2 /dev/hdb1 /dos vfat noexec 0 0 /dev/hdc /cdrom iso9660 ro,user,noauto 0 0

Das "hda1" bedeutet z.B. kurzgefaßt: Die erste (`1') primäre Partition der ersten (`a') EIDE (`h') Festplatte (disk, 'd') beinhaltet das root-Dateisystem, das Hauptverzeichnis des Linux-Systems, und sämtliche Verzeichnisse, die nicht auf andere Partitionen ausgelagert wurden bzw. von anderen Partitionen geliefert werden. /usr ist hier so ein Fall, dieses Verzeichnis (bzw. sein Inhalt) befindet sich auf der zweiten primären Partition der ersten EIDE Festplatte. Nach dem Namen des Gerätes/der Partition folgen -

<<<<<<< Your version

=======

Other version

Man kann jetzt jedem mount-Vorgang Parameter übergeben, wie dieses Verzeichnis in den Baum mit eingebunden werden soll. Dies wollen wir jetzt als Beispiel für die Partition `/dev/hdb1' (oben die DOS Partition) machen.

Zuerst meldest Du dich als der User, als der du auf die DOS Partition schreiben willst, (am besten auf einer anderen Konsole oder in einem anderen Terminal) an und findest mit dem Befehl id heraus, welche UID und GID (User ID und Group ID) dieser User hat (steht auch u.a. in der Datei `/etc/passwd'). Diese ersetzt Du jetzt duch die unten jeweils stehende 1000, trägst den Rest aber so ein.

/dev/hdb1 /dos vfat noexec,uid=1000,gid=1000 0 0

Man kann auch eine Gruppe (z.b. `dosusers') erstellen, die Standard-Rechte für die DOS-Partition mit umask so setzen, daß alle Gruppenmitglieder schreiben dürfen, und dann jeden, der schreiben können soll, einfach dieser Gruppe hinzufügen -- das geht problemlos, ist nur halt etwas mehr Aufwand. Viel mehr zu diesem Thema bietet übrigens die Manual Page zu mount.

Mehr Mount-Optionen für VFAT / FAT32

Ich benutze hier lokal die folgenden Optionen -

noexec,uid=1000,gid=1000,quiet,uni_xlate,umask=002,tocharset=iso8859-1

dabei bedeutet

JensBenecke